"Nach 24 Jahren als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 29 Bruchsal will Ex-Innenminister Heribert Rech bei der Landtagswahl 2016 nicht mehr antreten. Es sei Zeit, Platz für neue Personen zu machen, sagte der 64jährige in einem Zeitungsinterview", so die Meldung der Nachrichtenagenturen. Damit neigt sich eine einzigartige politische Karriere dem Ende zu:

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg übte Heribert Rech zunächst den Beruf des Rechtsanwaltes aus. Daneben engagierte er sich in der Kommunalpolitik und war von 1980 bis 2001 Mitglied des Gemeinderats in Bad Schönborn – u.a. als Fraktionssprecher und stv. Bürgermeister - sowie von 1984 bis 2001 Mitglied des Kreistags des Landkreises Karlsruhe. Im April 1992 wurde er zum ersten Mal als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 29 Bruchsal in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Im selben Jahr übernahm er bis 2005 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Karlsruhe-Land. Von 1996 bis 2001 fungierte Rech als Vorsitzender des Kuratoriums der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.
Im Jahr 2001 ernannt der damalige Ministerpräsident Teufel ihn zum Politischen Staatssekretär im Innenministerium. Dieses Ministerium führte er dann von 2004 bis 2011 als verantwortlicher Minister. Zusätzlich begleitete er eine Wahlperiode lang das Amt des Verkehrsministers. Darüber hinaus übte Heribert Rech von 2001 bis 2011 das Amt des Landesbeauftragten für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler aus. In der Landes-CDU fungierte er von 2005 bis 2013 als Bezirksvorsitzender der CDU Nordbaden.
Seit 2012 steht MdL Heribert Rech dem Förderverein Tafeln Bruchsal und Umgebung vor und im gleichen Jahr stellte er sich auch als stv. Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe zur Verfügung. (bst)