Bürgerdialog zum Thema Breitbandversorgung

Die Veranstaltungsreihe „Bürger-Dialog“ der CDU Bad Schönborn beschäftigte sich beim Auftakttermin 2015 mit dem Thema „Breitbandversorgung“. Die Moderation der Veranstaltung übernahm der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Jochen Fellhauer.

 

Der IT-Unternehmer und stellvertretende Vorsitzende des CDU Gemeindeverbands Martin Schmidt lieferte im ersten Teil sehr anschaulich Informationen zu wirtschaftlichen und technischen Aspekten. In seinem Vortrag zeigte er unter anderem die unterschiedlichen Übertragungsraten der verschiedenen Techniken und den damit verbundenen Zeitaufwand rein für den E-Mail-Verkehr für ein mittelständisches Unternehmen auf. Dadurch wurde den Anwesenden deutlich, dass ein schneller Internetzugang, d.h. Grundversorgung überall zumindest 50 Mbit/s symmetrisch, längst ein enorm wichtiger Standortfaktor nicht nur für Privatanwender sondern vor allem auch für Unternehmen speziell im ländlichen Raum ist.

Im zweiten Teil berichtete Kreis- und Gemeinderat Bernhard Steltz über die aktuellen lokalen und regionalen politischen Planungen zu diesem Thema. Er stellte die Breitbandinitiative des Landkreises Karlsruhe und die bisherigen Planungsschritte zum Aufbau des landkreisweiten Backbone vor. Deutlich wurde hier, dass durch das gemeinsame Vorgehen der Kreisgemeinden und die Kooperation mit dem Rhein-Neckar-Kreis in kurzer Zeit deutliche Fortschritte zu vermelden sind. Dies betrifft auch die Förderung durch das Land Baden-Württemberg, wobei er anführte, dass das Land in diesem Jahr insgesamt 37,1 Mio € in den Breitbandausbau investieren will. Zum Vergleich: Das Land Bayern wird in den Jahren 2015/16 sein Programm BAYERN DIGITAL mit 1,8 Mrd € ausstatten .

Den Kreisgemeinden obliegt die interne Verkabelung in den Ortsteilen und damit liegt in Zukunft die Initiative bei der Gemeinde. Dies bedeutet enorme Investitionen und kann, da waren sich die Anwesenden in der Diskussionsrunde einig, nur in Einzelschritten auf der Basis einer Prioritätenliste der zu versorgenden Quartiere geschehen. Hierbei unterstützt der Landkreis bei der Koordination der Umsetzungsschritte sowie bei der Abstimmung der Förderung durch das Land. (bst)