Radwegekonzept als Fortschreibung der Schul-Radwegpläne

Bereits im März bei der Vorstellung der von der CDU initiierten Rad-Schulwegpläne war sich der Gemeinderat fraktionsübergreifend einig, dass die Radverkehrsinfrastruktur in der Gemeinde ausgebaut werden sollte. Der Gemeinderat kam überein, dass ein Radwegekonzept quasi als Fortschreibung des Schul-Radwegeplans sinnvoll ist.
 
Die Rad-Schulwegpläne basieren auf einem umfangreichen Fragenkatalog, den die Schüler mit hoher Beteiligungsquote beantwortet hatten. Parallel hierzu hat die Verwaltung wie auch von der CDU angeregt Polizei und Verkehrsbehörde einbezogen.

Die weitere Ausarbeitung erfolgte in den Verfahrensschritten Unfallauswertungen, Auswertung der Schülerbefragung und Ortsbesichtigung gemeldeter Örtlichkeiten und dann die Ausarbeitung des Schulwegplanes mit nochmaliger Abstimmung mit der Polizei. Die Verwaltung stellte die Erarbeitung, Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge schließlich im März  in einer sehr ausführlichen Präsentation im Gemeinderat vor. Dabei ermächtigten die Ratsmitglieder die Verwaltung einstimmig, alle Verbesserungsvorschläge weiter zu verfolgen. Unter anderem sind Fahrradspuren auf der Bruchsaler Straße und der Schönbornallee vorgesehen Einigkeit herrschte im Gemeinderat ebenfalls darüber, dass die Verwaltung einen Vorschlag ausarbeiten sollte, wie diese Verbesserungen in ein Radwegekonzept eingebettet werden könnten. Die nun von der Verwaltung vorgeschlagenen Verfahrensschritte zur Erarbeitung des Konzepts – auf Wunsch unter anderem der CDU ergänzt um den Punkt “Bürgerbeteiligung“ – hält die breite Mehrheit im Gemeinderat für sinnvoll.

Nicht nachvollziehbar hingegen ist für CDU, FW und die Verwaltung, weshalb die Gemeinde dazu auch Mitglied werden soll bei der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen“ und dem Landesbündnis „ProRad“. Diese in einem Antrag formulierte Forderung der SPD verursacht Kosten, wobei der Nutzen für die Gemeinde nicht auf Anhieb erkennbar ist. Immerhin hat die Verwaltung auch ohne Mitgliedschaft in einem dieser Verbände ein beispielhaftes Rad-Schulwegekonzept erarbeitet.

Die CDU vertraut auf die professionelle Herangehensweise der Verwaltung ähnlich wie bei der Ausarbeitung der Schul-Radwegpläne. Wenn zudem die Bürgerbeteiligung analog der Schüler- und Elternbeteiligung realisiert wird, kann ein für Bad Schönborn optimales und quasi maßgeschneidertes Radwegekonzept entstehen – auch ohne dass jahrelang Mitgliedsbeiträge für gleich zwei Lobby-Verbände fällig werden. Ganz zu schweigen vom Zeitaufwand, den Externe benötigen würden, um sich mit den Bedingungen und Schwachstellen in Bad Schönborn vertraut zu machen. (abi)